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Ehrenamtliche Arbeit für Big Sister e.V

Lernen nach Maß bietet einmal die Woche kostenlos eine offene Nachhilfestunde für die Mädchen von Big Sister an. Die Mädchen haben hier die Möglichkeit, verpassten Lernstoff nachzuholen oder sich für die nächste Klassenarbeit optimal vorzubereiten.

Big Sister ist ein e.V. und vermittelt Big Sisters für Mädchen von 8 bis 16 Jahren. Eine Big Sister ist eine große Freundin zum Quatschen und Zuhören, zum Spaß haben und um gemeinsam etwas zu unternehmen.

Weitere Infos erhalten Sie bei Lernen nach Maß oder bei:

Big Sister e.V.
Hüttenstr. 35
402125 Düsseldorf

info@bigsisterev.de




Die verlängerte Schulbank

In Zeiten von Pisa, Ausbildungsplatzmangel und einem Bildungssystem im Umbruch ist die gute alte Nachhilfe gefragt wie nie zuvor. Private Lerninstitute und Nachhilfeschulen haben sich mittlerweile etabliert und präsentieren die verstaubte Nachhilfe in neuem Gewand. Urania Serdenes / Thomas Vieregge

Nein, zu Timos Lieblingsfächern gehört Mathe nicht! Die zweite Fünf hintereinander steht mittlerweile wie eingemeißelt auf dem Zeugnis des 14-jährigen. Dabei ist der pfiffige Junge kein schlechter Schüler. Nicht besonders fleißig, schafft er auch in Englisch und Deutsch Dreien und mal eine Zwei, ohne den Fußball und seine Freunde zu vernachlässigen. "Gutes Mittelmaß", wie der Klassenlehrer gerne betont. Wenn da nicht die verhasste Mathematik wäre, die nun auch schon im Elternhaus für gehörige Unruhe sorgt. Timos Eltern geben sich alle Mühe, doch Taschengeldanreize, Freizeitentzug und eigene Unterrichtsversuche enden meist mit lautem Türenschlagen.

Timo ist kein Einzelfall. Oft haben Kinder viel gravierendere Probleme als Timo - unabhängig von Schulform, Alter und sozialem Umfeld. Die Ursachen hierfür sind vielschichtig: Das können zum einen der wachsende Stress und die Informationsflut sein, die massiv auf die Schüler einwirken, was teilweise zu erheblichen Konzentrationsschwächen führt. In vielen Kinderzimmern läuft der Fernseher neben den Hausaufgaben oder es wird parallel gechattet bzw. gesimst.

Zum anderen wird in großen Klassen unterrichtet, so dass nicht auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Schülers eingegangen werden kann. Wissenslücken und Verständnisprobleme zeigen sich oft erst bei der nächsten Klassenarbeit. Da Lehrer an den Lehrplan gebunden sind, hat der Schüler keine Möglichkeit mehr, die hier entstandenen Lücken zu füllen. Baut der Unterricht aufeinander auf, wie z.B. in dem Fach Mathe, entstehen weitere Defizite. Irgendwann wird der Zeitpunkt erreicht, an dem der Schüler nicht mehr dem Unterricht folgen kann. Der Schüler ist frustriert und hat immer weniger Lust, seine Hausaufgaben zu machen bzw. im Unterricht aufzupassen.

An diesem Punkt kommen die Eltern ins Spiel, deren Aufgabe es ist, die Lustlosigkeit ihres Kindes richtig zu deuten und auf schlechte Noten adäquat zu reagieren. Wann aber ist der richtige Zeitpunkt zu handeln? Denn nicht jede schlechte Note ist automatisch auch ein Zeichen dafür, dass das Kind Probleme in der Schule hat. Auch Schüler haben gute und schlechte Tage; auch gibt es Themen, die einem mehr oder weniger liegen. Da sind die Eltern gefragt, solche Situation richtig einzuschätzen und wenn nötig, schnell zu handeln. Auf jeden Fall sollte das Gespräch mit dem Klassen- und Fachlehrer gesucht werden. Diese Gespräche sind immer wichtig und für die Entscheidungsfindung eine zusätzliche Hilfe. Generell sollte Nachhilfe frühzeitig und dosiert eingesetzt werden, um langfristig zum Erfolg zu führen. Kurzfristige Aktionen erweisen sich meist als nicht als realistische Lösung. Eltern können Ihren Kindern bei Schulproblemen auf unterschiedliche Art und Weise helfen: Der erste Schritt der Eltern ist oft der Versuch, gemeinsam mit ihrem Sprössling die Lerndefizite aufzuarbeiten. Finden die Eltern den richtigen Zugang und verfügen darüber hinaus über die entsprechende Fachkenntnis, so kann diese Unternehmung durchaus fruchten.

Die meisten Eltern merken jedoch schnell, dass sie hier an ihre Grenzen stoßen. Außerdem birgt diese Methode des "Selbstunterrichtens" ein nicht zu vernachlässigendes familiäres Konfliktpotential. In den meisten Fällen ist die professionelle Fremdhilfe eine sinnvollere Lösung. Man holt sich entweder einen erfahrenen Schüler bzw. Studenten ins Haus oder man wendet sich an ein privates Lerninstitut. Der Student in den eigenen vier Wänden hat den Vorteil, dass der Schüler keine zusätzlichen Wege in Kauf nehmen muss. Dies ist besonders bei Grundschulkindern interessant. Außerdem sind die Eltern nah am Geschehen und können bei Bedarf direkten Einfluss nehmen. Nachteilig wirkt sich hier die notwendige Suche nach der geeigneten Lehrkraft aus. Eine Auswahl über Zeitungsannoncen und schwarze Bretter gestaltet sich meist zeitaufwendig und nicht jeder Kandidat, der seine Dienste anbietet, bringt die notwendigen Voraussetzungen mit. Problematisch kann der Unterricht zuhause auch deshalb sein, weil es sich in den eigenen Räumen, in denen sonst Fernseher und Computer regieren, oft als schwierig erweist, die richtige Lernatmosphäre zu schaffen.

Es macht also durchaus Sinn, die Auswahl der Lehrkräfte den Profis einer Nachhilfeschule zu überlassen, die meist auf einen Pool ausgesuchter Lehrkräfte zurückgreifen können und darüber hinaus geeignete Unterrichträume zur Verfügung stellen. Das neue Lernumfeld ohne Eltern kann dazu beitragen, gewohntes Lernverhalten abzulegen und neue Mechanismen für ein effektiveres Lernen zu verinnerlichen. Als Serviceleistung sollten private Lerninstitute ein ausführliches Beratungsgespräch sowie einen kostenlosen Probeunterricht anbieten. Der Schüler sollte beim Beratungsgespräch anwesend sein und integriert werden, damit bei ihm nicht der Eindruck entsteht, dass über seinen Kopf hinweg entschieden wird. In dem anschließenden Probeunterricht erhält die Lehrkraft einen fachlichen Überblick über das Lernverhalten des Schülers, dessen Stärken und Schwächen und den verpassten Lernstoff. Anschließend werden in einem weiteren Gespräch Unterrichtsform (Einzel- oder Gruppenunterricht) und Lerninhalte besprochen. Private Lerninstitute beschreiten mittlerweile neue Wege und nehmen neue pädagogische Erkenntnisse in ihr Konzept mit auf. Die Berücksichtigung von unterschiedlichen Lerntypen, Lernstrategien und Konzentrationsübungen fließen in den Unterricht mit ein. Die Arbeit der meisten Institute geht über die klassische Nachhilfe hinaus. Bei uns, dem Institut "Lernen nach Maß" an der Pionierstraße, wird neben der Nachhilfe auch Unterricht für die Schüler angeboten, die großen Spaß am Lernen haben und etwas zusätzlich zum Schulunterricht machen möchten. Das kann zum Beispiel eine weitere Fremdsprache sein oder Unterricht, der über das Angebot der Regelschule hinausgeht.

Timo ist jetzt seit einem Dreivierteljahr bei der Nachhilfe. Er ist immer noch kein Fan von Mathe, aber der Unterricht hat ihm etwas gebracht und wenn er ganz ehrlich ist, macht es ihm obendrein auch ein bisschen Spaß.




Nachhilfe, aber in Maßen

Wenn das so weitergeht, wird aus dem Fürstenplatz noch ein Bildungszentrum. Auf der Pionierstraße 64 hat am 31.März die Nachhilfe- und Sprachenschule "Lernen nach Maß" eröffnet. "Wir sehen uns als Ergänzung des Bildungsangebotes in Düsseldorf", sagt Mitbetreiber Thomas Vieregge, der die Schule gemeinsam mit Urania Serdenes aufbaute. Das Angebot ist sehr vielseitig. Es gilt für Schüler mit Schwächen in Deutsch als Sprache und Fach sowie als Förderung in Naturwissenschaften und Mathe. Kleine Kinder werden vom ausgebildeten Lehrpersonal in verschiedenen Sprachen unterrichtet. Französisch, Griechisch, Spanisch und Chinesisch ist auf der Pionierstraße eine Sache für Muttersprachler. Mit dem Titel "Lernen nach Maß" wollen Vieregge und Serdenes von zwei Seiten an die Zielgruppe herangehen: "Lernen soll nicht zur Pflichtveranstaltung werden", sagt Vieregge. Unterricht soll demnach "maßvoll" sein. Auf der anderen Seite soll den individuellen Förderungsbedarf entsprochen werden.

© Lernen nach Maß, 2017